Landschaften von Malawi

Vom See der Sterne bis zur Insel im Himmel — atemberaubende Landschaften erwarten dich.

Von den schimmernden Gewässern des drittgrößten Sees Afrikas bis zu den nebligen Gipfeln des Mount Mulanje vereint Malawi eine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften in einem Land kleiner als Bayern. Der Große Afrikanische Grabenbruch durchzieht das Herz des Landes und schafft dramatische Steilhänge, weite Hochebenen und einen der tiefsten Seen der Erde. Grüne Teehügel gehen in uralte Wälder über, goldene Savannen erstrecken sich bis zu fernen Bergen, und verborgene Wasserfälle stürzen durch unberührte Wildnis.

Dies sind die zehn Landschaften, die die Schönheit des Warmen Herzens Afrikas ausmachen.

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Malawisee — Der See der Sterne

Süd- & Zentral-Malawi

Der drittgrößte See Afrikas erstreckt sich 580 Kilometer entlang des Großen Grabenbruchs wie ein Binnenmeer. Sein kristallklares Wasser beherbergt mehr Fischarten als jeder andere See der Welt — über 1.000 Arten bunter Buntbarsche, die nirgendwo sonst vorkommen. Nachts entzünden Hunderte Fischerboote ihre Laternen auf dem Wasser und erzeugen ein Spiegelbild der Sterne darüber. David Livingstone nannte ihn „Den See der Sterne" und wenn man ihn einmal sieht, versteht man warum. Goldene Strände, felsige Buchten und palmengesäumte Küsten machen dieses UNESCO-Welterbe zu einem der schönsten Naturwunder Afrikas.

02

Mount Mulanje — Insel im Himmel

Süd-Malawi, nahe Blantyre

Das Mulanje-Massiv erhebt sich 3.000 Meter direkt aus den Ebenen wie eine Granitfestung — der höchste Gipfel Zentralafrikas und UNESCO-Welterbe. Die Einheimischen nennen ihn „die Insel im Himmel", weil seine steilen Klippen über den Wolken zu schweben scheinen. Das Massiv erzeugt sein eigenes Wetter — Nebel und Regen wirbeln um zwanzig Gipfel, während die bedrohte Mulanje-Zeder, der Nationalbaum Malawis, an seinen uralten Hängen haftet. Wanderer können Wasserfälle, Schluchten und weite Hochebenen erkunden, wo die einzigen Geräusche Vogelgesang und Wind sind.

03

Nyika-Nationalpark — Afrikas Sanfte Hochebenen

Nord-Malawi

Vergiss alles, was du über afrikanische Landschaften zu wissen glaubst. Nyika sieht mehr nach Schottland aus als nach der Serengeti — endlose sanfte Graslandschaften, Wildblumenwiesen und neblige Hügel, die sich bis zum Horizont erstrecken, auf über 2.000 Metern Höhe. Es ist Malawis größter Nationalpark und eines der einzigartigsten Ökosysteme Afrikas. Herden von Crawshay-Zebras und Pferdeantilopen streifen über die Hochebene, während Leoparden im Morgengrauen an den Waldrändern lauern. Nachts ist der Himmel hier so dunkel und klar, dass die Milchstraße Schatten auf den Boden wirft.

04

Zomba-Plateau — Emperor's View

Süd-Malawi

Der Tafelberg über Malawis ehemaliger Hauptstadt erhebt sich wie ein natürlicher Tisch auf 1.800 Meter. Seine sanft gewellte Oberfläche wird von Waldwegen, Bergbächen und versteckten Wasserfällen durchzogen. Der berühmte Emperor's View Aussichtspunkt bietet ein Panorama so weit, dass man über das gesamte Shire-Tal bis zum fernen Mulanje-Massiv blicken kann. Kolonialzeitliche Blockhütten zwischen Kiefern und Zypressen verleihen dem Plateau eine zeitlose Atmosphäre. Forellenbäche, botanische Gärten und kühle Bergluft machen Zomba zu einer erfrischenden Flucht vor der Hitze des Tieflands.

05

Cape Maclear — Goldene Küsten

Malawisee-Nationalpark, Süd-Malawi

Eingebettet im Malawisee-Nationalpark ist Cape Maclear der Ort, wo goldener Sand auf kristallklares Wasser trifft — so klar, dass man sechs Meter bis zum Grund sehen kann. Hölzerne Fischerboote, Piroggen genannt, säumen den Strand, während Baobab-Bäume als Wächter auf den felsigen Landzungen stehen. Die umliegenden Inseln — Mumbo, Domwe und Thumbi — bieten einige der besten Schnorchelplätze in ganz Süßwasser-Afrika. Bei Sonnenuntergang färben sich die Berge hinter der Bucht tiefviolett, während der See in Orange und Gold erstrahlt. Das ist das Afrika deiner Träume.

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Liwonde-Nationalpark — Das Shire-Flusstal

Süd-Malawi

Der mächtige Shire-Fluss fließt durch Malawis wichtigstes Safari-Ziel wie ein silbernes Band durch eine Landschaft aus Überschwemmungsebenen, Baobab-Hainen und wogenden Graslandschaften. Elefanten versammeln sich bei Sonnenuntergang an den Flussufern, Flusspferde tauchen im goldenen Licht auf, und Schreiseeadler rufen von turmhohen Bäumen. Kürzlich wiederangesiedelte Löwen, Geparden und Spitzmaulnashörner durchstreifen wieder den Busch. Eine Bootsafari auf dem Shire in der Morgendämmerung — wenn Nebel vom Wasser aufsteigt und das erste Licht die Flügel Hunderter Vögel trifft — ist eines der magischsten Wildlife-Erlebnisse Afrikas.

07

Likoma-Insel — Abgelegenes Paradies

Nördlicher Malawisee

Eine winzige Insel umgeben von mosambikanischen Gewässern — Likoma fühlt sich an wie das Ende der Welt. Baobab-Bäume und Mangohaine beschatten sandige Pfade, die sich zwischen Fischerdörfern winden. Die unerwartet prachtvolle Kathedrale St. Peter — Anfang des 20. Jahrhunderts von Missionaren erbaut und so groß wie die Kathedrale von Winchester — erhebt sich über den Palmen wie ein steinernes Wunder. Die Kaya Mawa Lodge der Insel, in die felsige Küstenlinie gebaut, ist einer der schönsten Aufenthaltsorte Afrikas. Die Sonnenuntergänge hier, von warmen Granitfelsen betrachtet mit nichts als endlosem Wasser bis zum Horizont, sind unvergesslich.

08

Manchewe-Wasserfälle — Die Verborgene Kaskade

Livingstonia, Nord-Malawi

Hoch in den nördlichen Hochländern, nahe der historischen Missionsstadt Livingstonia, stürzen die Manchewe-Wasserfälle 125 Meter eine steile Felswand hinab in eine üppig grüne Schlucht. Die Wanderung dorthin führt durch Dörfer, wo Kinder winken und Frauen Feuerholz auf dem Kopf tragen, vorbei an Mais- und Kassavafeldern, die sich an steile Hänge klammern. Hinter den Fällen öffnet sich eine verborgene Höhle, wo man umgeben von einem Vorhang aus fallendem Wasser stehen kann. Der Blick vom Gipfel erstreckt sich bis zum blauen Schimmer des Malawisees weit unten.

09

Thyolo-Teeplantagen — Die Grünen Hügel

Shire-Hochland, Süd-Malawi

Sanfte Hügel in Smaragdgrün erstrecken sich so weit das Auge reicht — die berühmten Teeplantagen von Thyolo (ausgesprochen „Tscho-lo") im kühlen Shire-Hochland. Erstmals von britischen Kolonisten Anfang 1900 angepflanzt, produzieren diese weitläufigen Plantagen einige der feinsten Tees und Kaffees Afrikas. Man kann durch die Plantagen wandern oder mountainbiken, eine Teefabrik besichtigen und frischen Oolong direkt von der Quelle probieren. Das historische Satemwa Estate bietet koloniale Bungalows, wo man zum Vogelgesang erwacht und Nebel über einem Meer grüner Teesträucher aufsteigt, mit dem Mount Mulanje am östlichen Horizont.

10

Chongoni-Felskunst — Uralte Leinwände

Dedza, Zentral-Malawi

In den bewaldeten Granithügeln bei Dedza — der höchstgelegenen Stadt Malawis auf 1.600 Metern — liegt eine der außergewöhnlichsten Kulturlandschaften Afrikas. Das Chongoni-Felskunstgebiet ist ein UNESCO-Welterbe mit 127 Stätten alter Malereien, manche Tausende von Jahren alt aus der Steinzeit. Rote und weiße Figuren von Tieren, Jägern und geheimnisvollen Symbolen bedecken die Höhlenwände, hinterlassen vom BaTwa-Pygmäenvolk und später den Chewa. Die umgebende Landschaft aus nebligen Bergen, einheimischem Wald und traditionellen Dörfern fühlt sich an wie eine Zeitreise zum allerersten Beginn menschlichen Ausdrucks.